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Energieversorgung in Gemeinden behalten oder verkaufen?

Wenn Gemeinden über die Zukunft ihrer Energieversorgung entscheiden, geht es nicht nur darum, wer diese wichtige Infrastruktur künftig betreiben soll.

Viele Gemeinden stehen heute vor strategischen Entscheiden, die ihre Entwicklung über Jahrzehnte prägen können. Die Energieversorgung gehört dabei zu den sensibelsten Aufgaben der öffentlichen Hand. Stromnetze, Trafostationen, Messsysteme und Versorgungsanlagen sind keine gewöhnlichen Vermögenswerte. Sie bilden die Grundlage für Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Mobilität und Lebensqualität.

Wenn eine Gemeinde ihre Elektrizitätsversorgung neu organisiert, stellt sich deshalb nicht nur die technische Frage nach Betrieb und Unterhalt. Es geht ebenso um Verantwortung, Einfluss, Wertschöpfung und die Frage, wem diese Infrastruktur in Zukunft gehören soll.

Luftaufnahme über Busswil mit Blick ins Seeland

In verschiedenen Regionen der Schweiz stehen Gemeinden vor derselben Ausgangslage. Investitionen in Netze steigen. Die regulatorischen Anforderungen werden komplexer. Digitale Technologien verändern den Betrieb. Der Fachkräftemangel ist auch in der Energiebranche spürbar. Gleichzeitig erwarten Bevölkerung und Wirtschaft eine sichere Versorgung, attraktive Tarife und moderne Dienstleistungen.

Vor diesem Hintergrund prüfen Gemeinden unterschiedliche Modelle. Eine Möglichkeit ist der Verkauf der Versorgung an einen grossen Energiekonzern wie die BKW. Eine andere ist die Integration in ein regional verankertes Unternehmen wie die Evolon AG mit Sitz in Lyss.

Beide Wege führen zu einer Entlastung im operativen Alltag. Die langfristigen Auswirkungen unterscheiden sich jedoch grundlegend.
Wer seine Infrastruktur verkauft, erhält in der Regel einen einmaligen Erlös. Danach liegt die Kontrolle dauerhaft ausserhalb der Gemeinde. Wer sich an einer regionalen Versorgungsgesellschaft beteiligt, bleibt Teil der Eigentümerschaft und gestaltet die Zukunft aktiv mit.

Eigentum behalten statt Einfluss verlieren

Die Integration in ein regionales Energieunternehmen wie die Evolon bedeutet nicht, dass eine Gemeinde ihr Netz verkauft. Vielmehr bringt sie ihre bestehende Infrastruktur in ein gemeinsames regionales Unternehmen ein und wird im Gegenzug Aktionärin. Damit bleibt die Gemeinde an ihrer Energieversorgung beteiligt und sichert sich Mitsprache bei strategischen Fragen.

Diese Mitsprache betrifft nicht nur finanzielle Themen. Sie betrifft auch Investitionen in Versorgungssicherheit, Ausbauprojekte, nachhaltige Energieversorgung, regionale Infrastrukturentwicklung oder neue Dienstleistungen im Bereich Elektromobilität, Wärme oder Telekom.

Viele Gemeinden erkennen heute, dass Eigentum in diesem Bereich weit mehr bedeutet als Bilanzwerte. Eigentum bedeutet Einfluss. Eigentum bedeutet Handlungsspielraum. Eigentum bedeutet langfristige Planungs- und Versorgungssicherheit.

Und: Nebst einer jährlichen Dividende profitieren Gemeinden zusätzlich davon, dass für Betrieb und Unterhalt der Energieversorgung keine direkten Kosten für Gemeinde und Steuerzahlende entstehen. Gleichzeitig sind Leistungen bei der Evolon AG für Eigentümergemeinden von der Mehrwertsteuer befreit. Das alles stärkt die finanzielle Planbarkeit und schafft langfristige Vorteile für Gemeinde und Bevölkerung.

Mitarbeitende im Einsatz an einer Verteilkabine.

Nachhaltige finanzielle Perspektiven statt Einmaleffekt

Ein Verkauf kann kurzfristig Liquidität schaffen. Für Bürger und politische Entscheidungsträger wirkt das auf den ersten Blick attraktiv. Langfristig stellt sich jedoch die Frage, welche Perspektive für die Gemeinde nachhaltiger ist.
Eine Beteiligung an der Evolon ermöglicht Gemeinden eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Dazu gehören Dividendenzahlungen, die Entwicklung des Unternehmenswertes sowie wiederkehrende finanzielle Erträge aus der Beteiligung.

Historische Entwicklungen regionaler Energieunternehmen zeigen, dass solche Beteiligungen über Jahre und Jahrzehnte erheblichen Mehrwert schaffen können. Gleichzeitig verbessert die Einbringung des Versorgungsvermögens die Eigenkapitalbasis der Gemeinde und schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum für Investitionen in Schulhäuser, Strassen, Sportanlagen oder andere öffentliche Aufgaben.

Wertschöpfung bleibt in der Region

Energieversorgung ist nicht nur Technik. Sie ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Planungen, Tiefbauarbeiten, Netzprojekte, Wartungen und Dienstleistungen schaffen laufend Aufträge.

Ein regionales Unternehmen verfolgt andere Prioritäten als ein nationaler Konzern. Investitionen werden nahe bei den Eigentümergemeinden getätigt. Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen wird gezielt berücksichtigt.

Wertschöpfung und Fachwissen bleibt in der Region. Arbeitsplätze entstehen dort, wo die Menschen leben. Die Evolon versteht sich als regionale Versorgungsdienstleisterin. Das Unternehmen verbindet Versorgungssicherheit mit lokaler Verantwortung und langfristigem Infrastrukturdenken.

Unterhalt an der öffentlichen Beleuchtung.

Versorgungssicherheit mit Blick nach vorne

Die Energiekrise der letzten Jahre hat gezeigt, wie wichtig eine vorausschauende Beschaffungsstrategie ist. Marktpreise können stark schwanken. Geopolitische Entwicklungen beeinflussen die Versorgung. Technologische Veränderungen verlangen laufende Investitionen.

Regionale Energieunternehmen investieren gezielt in Netze, Digitalisierung, Datensicherheit, intelligente Steuerungssysteme und nachhaltige Energiequellen. Davon profitieren Gemeinden, Unternehmen und private Haushalte gleichermassen.

Auch Besitzerinnen und Besitzer von Photovoltaikanlagen können profitieren. Regionale Lösungen ermöglichen in vielen Fällen attraktivere Vergütungen bei Herkunftsnachweisen und stärken damit den Ausbau erneuerbarer Energieproduktion.

Die Entscheidung reicht weit über heute hinaus

Die Frage, wem die Energieversorgung gehört, betrifft nicht nur die aktuelle Legislatur. Sie betrifft kommende Generationen. Gemeinden entscheiden heute darüber, ob sie kritische Infrastruktur dauerhaft aus der Hand geben oder gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Eine regionale Beteiligung schafft Einfluss, finanzielle Perspektiven, Versorgungssicherheit und Nähe zur Bevölkerung. Sie verbindet wirtschaftliche Vernunft mit kommunaler Verantwortung. Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, wer die Versorgung morgen betreibt. Die entscheidende Frage lautet, wer sie auch in Zukunft mitbestimmt.

Darüber hinaus bietet die Evolon nebst der sicheren Stromversorgung auch Lösungen in den Bereichen Wasser, Fernwärme, Telekommunikation und E-Mobilität. Gemeinden und Bevölkerung profitieren damit von einer regionalen Ansprechpartnerin, die verschiedene Versorgungsbereiche aus einer Hand anbietet.

Ladelösungen für E-Autos in Mehrfamilienhäuser.