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Kuriositäten aus dem Garten

Definitiv mehr als eine Beilage: Hinter gewöhnlichen Gemüsesorten verbergen sich Weltraumgeschichten, Rekorde, Mathematik – und ein Hauch von Ewigkeit.

Houston, wir haben eine Knolle!

Grafik einer blauen Kartoffel im Weltall.

Als NASA-Astronaut Don Pettit im März 2026 ein Foto aus der ISS postete, staunten seine Follower nicht schlecht. Eine violette Knolle mit tentakelartigen Trieben schwebte durchs Bild – ein fliegender Tintenfisch? Dahinter steckt Forschung: Wer dereinst auf dem Mond oder dem Mars leben will, muss dort auch Nahrung anbauen können. Die Kartoffel ist dafür eine interessante Kandidatin. Dass sie in der Schwerelosigkeit des Alls keimen kann, bewies die NASA bereits 1995 bei einem Experiment auf der Raumfähre Columbia. Die Kartoffel ist also bereit für den Orbit – der Mensch noch nicht ganz.

Ein Kürbis so schwer wie ein Kleinwagen

Illustration von einem Kürbis.

Im englischen Berkshire hat ein Kürbis 2025 für einen Schwergewichtsrekord gesorgt: 1278,8 Kilo brachte die orangefarbene Riesenkugel auf die Waage – so viel wie ein kleines Auto. Die Zwillingsbrüder Ian und Stuart Paton tauften ihren Koloss «Muggle». So werden in der Harry-Potter-Welt Wesen ohne jegliche Zauberkraft bezeichnet. Wer den Kürbis mit 6,5 Metern Umfang auf dem Siegerpodest liegen sieht, muss allerdings zugeben: Er wirkt wie herbeigezaubert. Übrigens, die Briten haben offenbar ein Händchen für Gemüserekorde. Auch der schwerste Sellerie (42 Kilo) und die längste Karotte (6,2 Meter) stammen von der Insel.

Romanesco ist essbare Geometrie

Illustration von einem Romanesco.

Er ist unter den Gemüsesorten eher eine Randerscheinung. Dabei enthält Romanesco nicht nur viel Vitamin C, er ist auch ein geometrisches Wunder. Jedes kleine Türmchen ist eine Miniatur des ganzen Kopfes – ein sogenanntes Fraktal, das sich immer wieder selbst kopiert. Die einzelnen Türmchen folgen einer Fibonacci-Spirale, wie sie etwa bei Sonnenblumen oder Tannenzapfen vorkommt. Der kleine Bruder des Blumenkohls hat gerade Saison und ist ein gesundes und ziemlich dekoratives Allroundgemüse.

Mit Knobli ins Jenseits

Illustration von zwei Knoblauchknollen.

Die Geschichte des Knoblauchs reicht mehr als 6000 Jahre zurück. Im alten Ägypten war er nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Heilpflanze und Schutzsymbol. Um im Leben nach dem Tod geschützt und genährt zu sein, liess sich der ägyptische Pharao Tutanchamun Knoblauch in seine Grab-stätte legen. Auch die Pyramidenbauer bekamen Knobli als Energielieferanten und zur Abwehr von Krankheiten und Parasiten. Tatsächlich wirkt die würzige Knolle antibakteriell und kann helfen, Blutdruck und Cholesterin zu senken. Ob das die alten Ägypter schon wussten?